Der Angerer Traditionsbetrieb stellt die Weichen für die Zukunft: Geschäftsführer Michael Winkelbauer mit Prokurist Stephan Winkelbauer (v. l., Foto: KasoFoto)

Unternehmensnachfolge frühzeitig vorbereitet: Beim steirischen Traditionsbetrieb übernimmt mit Stephan Winkelbauer die bereits vierte Generation eine Schlüsselrolle im Betrieb: Der 29-jährige Wirtschaftsingenieur übernimmt – unter Geschäftsführer und Eigentümer Michael Winkelbauer – als Prokurist ab sofort zusätzliche Verantwortung. Unter anderem führt er den Stahlspezialisten in die Verteidigungsindustrie.

ANGER BEI WEIZ. Zwischen Hammer und Hightech liegen bei Winkelbauer bereits deutlich über 100 Jahre Unternehmensgeschichte: Der Standort in Anger bei Weiz avancierte von der einstigen Schmiede zu einem internationalen Kompetenzzentren für verschleißfeste Stahlkomponenten.

Mehr als 140 Mitarbeiter entwickeln und fertigen in Anger bei Weiz hochwertige Stahlkomponenten, die weltweit unter härtesten Einsatzbedingungen zum Einsatz kommen – etwa in der Baumaschinenindustrie, im Recycling und in der Forsttechnik. Um diese Erfolgsgeschichte langfristig fortzuschreiben, stellt das Familienunternehmen nun frühzeitig die Weichen für die Zukunft: Mit Stephan Winkelbauer übernimmt die nun bereits vierte Generation im Unternehmen als Prokurist ab sofort zusätzliche Verantwortung.

Bei Winkelbauer werden Materialen des schwedischen Konzerns SSAB verschweißt (Foto: Winkelbauer)

„Als Familienunternehmen denken wir langfristig. Deshalb übertragen wir Verantwortung frühzeitig und Schritt für Schritt. Mit der Prokura für Stephan stärken wir die Unternehmensführung unseres Familienbetriebs. Gerade in Zeiten großer Veränderungen und Herausforderungen ist eine mit Weitblick vorbereitete Unternehmensnachfolge ein wichtiges Signal: Unsere Mitarbeiter, Kunden und Partner sollen wissen, dass Winkelbauer langfristig agiert und verlässlich aufgestellt ist“, betont Eigentümer und Geschäftsführer Michael Winkelbauer. 

Signal an Mitarbeiter, Kunden und Partner

Nach ersten Berufserfahrungen in regionalen Industriebetrieben und einem internationalen Engagement beim schwedischen Stahlkonzern SSAB in Oxelösund kehrte Stephan Winkelbauer 2020 zu Winkelbauer zurück. Im Familienunternehmen durchlief der 29-jährige Wirtschaftsingenieur bewusst unterschiedliche Unternehmensbereiche und baute seinen Verantwortungsbereich kontinuierlich aus – von der Assistenz der Produktionsleitung über die Leitung der Logistik, den Aufbau digitaler Prozesse bis hin zum Business Development für den Bereich Baumaschinen und Komponenten. I

m Vorjahr wurde er für seine Leistungen von einer Expertenjury zu einem der besten 30 Jungunternehmer des Landes gekürt (hier dazu mehr), mit Beginn des Monats stieg er zum Prokuristen auf. 

Ausbau des Geschäftsfeldes Defence

„Ich habe großen Respekt vor dem, was mein Vater Michael und mein Großvater Franz aufgebaut haben. Mein Ziel ist es, diese erfolgreiche Entwicklung gemeinsam mit unserem Team fortzuführen und das Unternehmen mit neuen Ideen weiterzuentwickeln. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass Winkelbauer auch künftig hier in der Region investiert, Innovationen vorantreibt und vor allem bestehende Arbeitsplätze langfristig absichert“, betont der Jungunternehmer.

Inhaltlich will er seine bisherigen Schwerpunkte weiter vorantreiben – neben digitalen Prozesse in Produktion und Vertrieb verfolgt Winkelbauer insbesondere den Aufbau des strategischen Geschäftsfeldes für Verteidigungsindustrie: „Unser Ziel ist es, unsere Kompetenz in der Verarbeitung hochfester Stähle künftig verstärkt für Schutzkomponenten und Strukturbauteile im Defence-Bereich einzusetzen. Dafür haben wir in den vergangenen Jahren die technologischen und regulatorischen Voraussetzungen geschaffen“, gibt der Milizsoldat, der sich privat seit zwölf Jahren auch beim Roten Kreuz in Weiz engagiert, die Richtung vor.

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