Ein internationales Filmteam setzte die von Winkelbauer verarbeiteten SSAB-Werkstoffe in Szene. (Foto: Winkelbauer)

Seit über zwei Jahrzehnten verbindet den oststeirischen Baumaschinenausrüster Winkelbauer und den schwedischen Stahlkonzern SSAB eine enge Partnerschaft. Nun avanciert der steirische Betrieb mit einer internationalen Produktion zur Bühne für den Weltmarktführer.

ANGER BEI WEIZ. Wenn es um verschleißfeste Stähle geht, führt weltweit kein Weg an Hardox vorbei. Der Werkstoff des schwedischen Weltmarktführers SSAB gilt als Branchenmaßstab für Anwendungen, bei denen Material permanent extremen Belastungen ausgesetzt ist – von der Recyclingindustrie bis hin zum Forstsektor oder Bergbau.

Die Oststeirer sind der größte Verarbeiter von SSAB-Materialien in Österreich. (Foto: Heidi Schlögl)

In der Baumaschinenbranche hat sich mit Winkelbauer ein Unternehmen aus Anger bei Weiz als zentraler Verarbeitungspartner etabliert: Seit Anfang der 2000er-Jahre ist der eigentümergeführte Traditionsbetrieb Teil des globalen Hardox-Wearparts-Netzwerks – eine Initiative des schwedischen Stahlkonzerns, mit der erstmals ein international standardisiertes System für Verschleißteile, Reparaturen und Service geschaffen wurde. Die Besonderheit: Nur ausgewählte Betriebe mit nachgewiesener Expertise in der Verarbeitung dieser Spezialstähle werden zertifiziert.

Der Standort in Anger zählt bis heute zum Kreis der ausgewiesenen Kompetenzpartner – aus gutem Grund, wie Geschäftsführer Michael Winkelbauer betont: „Mit einer hohen Fertigungstiefe und jahrzehntelangem Know-how in der Bearbeitung von Hardox entstehen bei uns langlebige Lösungen für anspruchsvollste Anwendungen in unterschiedlichen Branchen – allen voran in Anbaugeräten für Baumaschinen.“ Die Zusammenarbeit ist dabei keine Einbahnstraße: Während Winkelbauer auf die Materialkompetenz des Weltmarktführers zurückgreift, liefert der steirische Betrieb umgekehrt genau jene Verarbeitungsexzellenz, die für den Einsatz der Stähle in realen Anwendungen notwendig ist.

Internationale Produktion

Wie sehr SSAB die Expertise aus der Oststeiermark schätzt, zeigt eine Produktions-Kooperation der beiden Unternehmen abseits der industriellen Fertigung: Winkelbauer avancierte zum internationalen Schauplatz für Dreharbeiten des über 14.500-köpfigen Konzerns – und rollte dabei dem Spezialwerkstoff des Weltmarktführers den Roten Teppich aus: Ein schwedisches Filmteam rückte dazu eine Woche lang reale Einsatzszenarien aus der Region ins Bild.

Konkret gedreht wurde unter anderem bei Gaugl Metallhandel in Tiefenbach, mit Produkten von Konrad Forsttechnik, in den Steinbrüchen von Josef Christandl sowie bei Strobl Unternehmensgruppe Eibisberger – und damit genau dort, wo Verschleiß zum täglichen Geschäft gehört, wie Firmenchef Winkelbauer hervorhebt: „Dass wir dem weltweiten Marktführer hier die Bühne bieten dürfen, ist für uns Auszeichnung und Bestätigung zugleich. Es zeigt, wie stark unsere Kompetenz in der Verarbeitung hochverschleißfester Stähle international wahrgenommen wird – und natürlich die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unserer Produkte.“

Marketing-Coup: Geschäftsführer Michael Winkelbauer (Foto: Lueflight)

Marketing-Coup

Insbesondere der PR- und Marketingnutzen durch die Zusammenarbeit sei massiv, ist der Geschäftsführer überzeugt: „Wir erreichen damit eine internationale Sichtbarkeit, die man in dieser Form kaum einkaufen kann. Dass SSAB unsere Anwendungen und unseren Standort in den Mittelpunkt stellt, wirkt weit über die Region hinaus.“

Immerhin würde das Ergebnis nicht nur auf den Unternehmenskanälen des globalen Marktführers ausgestrahlt, sondern auch ins mehrere hundert Standorte umfassende Hardox-Wearparts-Netzwerk transportiert werden.

„Wenn ein Konzern wie SSAB seine Marke mit unseren Lösungen verbindet, dann ist das ein starkes Statement in Richtung bestehender und neuer Kunden weltweit. Über dieses globale Netzwerk wird unsere Kompetenz einem Fachpublikum weltweit zugänglich“, rechnet Winkelbauer mit Folgeeffekten der filmischen Koproduktion.

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