Initiator der Kampagne: die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA (Foto: EFSA)

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Wie werden Lebensmittel richtig gelagert? Was verrät das Mindesthaltbarkeitsdatum tatsächlich? Und wie lassen sich Lebensmittelinfektionen im eigenen Haushalt vermeiden? Antworten auf diese Fragen liefert die europaweite Initiative #Safe2Eat, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gemeinsam mit nationalen Partnerorganisationen umgesetzt wird. In Österreich ist die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) für die Kampagne verantwortlich.

Bereits zum sechsten Mal verfolgt die Initiative das Ziel, wissenschaftlich fundierte Informationen verständlich aufzubereiten und Verbraucherinnen und Verbraucher dabei zu unterstützen, sichere Entscheidungen im Umgang mit Lebensmitteln zu treffen. In diesem Jahr beteiligen sich 23 europäische Länder an der Kampagne.

Lebensmittelsicherheit beginnt zu Hause

Österreich verfügt über eines der strengsten Kontrollsysteme entlang der gesamten Lebensmittelkette – von der Produktion bis zum Handel. Dennoch entstehen viele lebensmittelbedingte Erkrankungen erst im privaten Haushalt. Häufige Ursachen sind unzureichende Hygiene, falsche Lagerung oder Fehler bei der Zubereitung von Speisen. Genau hier setzt #Safe2Eat an: Die Initiative vermittelt einfach umsetzbare Empfehlungen für den sicheren Umgang mit Lebensmitteln im Alltag.

Wissenschaft verständlich erklärt

Neben praktischen Tipps zur Küchenhygiene behandelt die Kampagne zahlreiche weitere Themen rund um Lebensmittelsicherheit. Dazu zählen unter anderem:

  • richtiges Lagern, Kühlen und Erhitzen von Lebensmitteln,
  • die Bedeutung von Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum,
  • Lebensmittelkennzeichnung und Allergene,
  • Zusatzstoffe und neuartige Lebensmittel,
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

Ziel ist es, komplexe wissenschaftliche Inhalte verständlich aufzubereiten und Verbraucherinnen und Verbrauchern Orientierung bei täglichen Kauf- und Konsumentscheidungen zu geben.

Johannes Pleiner-Duxneuner, Geschäftsführer der AGES (Credit: AGES)
Johannes Pleiner-Duxneuner, Geschäftsführer der AGES (Credit: AGES)

Europaweite Zusammenarbeit

Die Initiative wird von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) koordiniert und gemeinsam mit den nationalen Behörden umgesetzt. In Österreich bringt die AGES ihre wissenschaftliche Expertise ein und passt die Inhalte an nationale Fragestellungen an. Ergänzend zu digitalen Informationsangeboten umfasst die Kampagne unter anderem Social-Media-Aktivitäten, Informationsmaterialien sowie Kooperationen mit Bildungseinrichtungen und weiteren Multiplikatoren.

Vertrauen durch Information

Mit #Safe2Eat verfolgt die Europäische Union einen präventiven Ansatz: Verbraucherinnen und Verbraucher sollen nachvollziehen können, wie Lebensmittelsicherheit funktioniert und welche Rolle sie selbst dabei spielen. Bereits kleine Maßnahmen – etwa konsequentes Händewaschen, die richtige Kühltemperatur oder das Vermeiden von Kreuzkontamination – können das Risiko lebensmittelbedingter Erkrankungen deutlich reduzieren.

Die Initiative zeigt damit, dass Lebensmittelsicherheit nicht ausschließlich Aufgabe von Behörden und Lebensmittelunternehmen ist, sondern auch im eigenen Haushalt beginnt – und dass fundiertes Wissen einen wesentlichen Beitrag zu einem sicheren Umgang mit Lebensmitteln leisten kann.

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