Über drei Millionen Euro hat die Domaines Kilger ins Schloss Gamlitz investiert (Foto: Michaela Lorber)

Mit einem Revitalisierungsprogramm wurde das baufällige Schloss Gamlitz von Unternehmer Hans Kilger wieder wachgeküsst. Nach einjähriger Bauphase avanciert das südsteirische Juwel – just inmitten des Lockdowns – aktuell zum neuen Firmensitz der Domaines Kilger.  Auch regionale Events, Seminare und Hochzeiten sollen bald wieder stattfinden. Mehr als zwei Drittel des Umbaus wurden durch heimische Zulieferer umgesetzt, hölzerne Spezialkonstruktionen kommen aus Namibia.

Ein Jahr lang residierten die Handwerker am Schloss Gamlitz: Dem in die Jahre gekommenen südsteirischen Baujuwel wurde im Auftrag von Investor Hans Kilger neues Leben eingehaucht. Mit Erfolg: Der nun 120 Menschen Platz bietende Veranstaltungssaal wurde kernsaniert, der Fußboden angehoben und mit einer Heizung versehen. Die einstige Scheune wurde in moderne Büroeinheiten verwandelt, die Keller verbunden – und straßenseitig einen Gutskeller mit Glasfront errichtet.

Insgesamt hat der gebürtige Münchner rund drei Millionen Euro in die Revitalisierung investiert. Das Schloss wird dadurch einerseits zur ganzjährigen Eventlocation für Veranstaltungen , Seminare und Hochzeiten, andererseits auch zur Firmenzentrale der mittlerweile 230-köpfigen Domaines Kilger. „Das Schloss Gamlitz verfügt über eine über Jahrhunderte andauernde Tradition. Mit den dringend erforderlichen Erneuerungen haben wir dieses Juwel der Südsteiermark wieder wachgeküsst“, freuen sich Investor Hans Kilger und „Schlossherr“ Walter Polz, der das Weingut Gamlitz der Domaines Kilger, leitet.

Heimische Wertschöpfung

Polz betont, dass beim Umbau insbesondere „auf heimische Wertschöpfung geachtet wurde“. Heißt: Mehr als zwei Drittel der Investitionssumme bleibt in der Region, knapp 90 Prozent in Österreich. „Als einer der mittlerweile größten Arbeitgeber der Region tragen wir eine große Verantwortung für unsere Mitarbeiter, aber auch unsere regionalen Zulieferer. Just inmitten des Lockdowns unsere neuen Flächen zu beziehen, halten wir für ein starkes und wichtiges Signal des Tourismus an die Bevölkerung. Wir lassen uns von der derzeitigen Situation nicht unterkriegen und bleiben optimistisch“, hebt Polz hervor. Selbst für die Architektur des Umbau zeichnet mit Alberto von Bach ein renommierter Lokalmatador verantwortlich. 

Mit dem Umbau vereinen wir im Schloss Gamlitz die Historie der steirischen Weinhauptstadt mit frischen, neuartigen Impulsen.

Walter Polz, Domaines Kilger

Mehrwert für die Region

Neben Ehrenhausener E-Installationen, Fliesen aus Gamlitz oder Kühltechnik aus Vogau sorgt im Verkaufsraum Holzbogen aus Namibia für die internationale Zuliefer-Note. Die Rasterung der im Dampfdruckkessel gebogenen Konstruktion ist dabei an das Gewölbe angelehnt – und durchaus charakteristisch für den neuen, südsteirischen Genuss-Tempel der Domaines Kilger: „Mit dem Umbau vereinen wir im Schloss Gamlitz die Historie der steirischen Weinhauptstadt mit frischen, neuartigen Impulsen. Es ist für die gesamte Region von Vorteil, insbesondere zentrale und bekannte Anziehungspunkte wie eben das Schloss Gamlitz wieder sanft zum Leben zu erwecken“, rechnet Polz auch mit einem Mehrwert für umliegende touristische Ziele. 

Gesamte Wertschöpfungskette

Für die Pläne der Domaines Kilger, die Südsteiermark weiter nachhaltig aufzuwerten, ist die Modernisierung des Schloss Gamlitz ein wesentlicher Meilenstein. „Die Region ist besonders lebenswert, verfügt über ein außergewöhnliches kulinarisches Angebot und über sehr gastfreundliche Menschen. Diese Rahmenbedingungen wollen wir nutzen, um die Region gemeinsam mit Hans Kilger weiterzuentwickeln – unter der Prämisse der Nachhaltigkeit“, erklärt Polz.

Heißt: Die gesamte Wertschöpfungskette wird durch die Domaines Kilger abgebildet. Von der Yakzucht in Kärnten – zusätzlich zur Rotwildzucht in Wies und zur Bisonzucht in Siebenbürger, mit der 2009 alles angefangen hat – bis hin zum Muskateller und Gewürztraminer kommt alles direkt aus den eigenen Kilger-Betrieben.

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