AMES-Gründer Walter Starzacher vor dem Werk im steirischen Peggau, der Sitz der Holding ist in Millstatt (Foto: CS)

Von Irland über Kanada bis nach Deutschland: Am internationalen Luftfahrtmarkt hat sich Flugzeuginnenraumausstatter AMES eine Vorreiterrolle gesichert. Mehr als 400 vorrangig internationale Airlines setzen auf das Know-how des heimischen „One-Stop“-Shops für das Umrüsten von Flugzeugkabinen. Nun zeichnete Wirtschaftskammer Österreich das Unternehmen mit dem Exportpreis aus.

Kein Kontinent wurde von AMES noch nicht beliefert: Über den internationalen Wolken ist der Branchenspezialist ein Fixstarter – nahezu jede große Fluggesellschaft weltweit setzt auf das Know-how des Betriebs, der 2004 vom Kärntner Walter Starzacher gegründet wurde.

Der österreichische Exportpreis ist eine schöne Bestätigung für unser gesamtes Team und den eingeschlagenen Weg.

Walter Starzacher, AMES

Den internationalen Erfolgen des heimischen Luftfahrtunternehmens zollte die Wirtschaftskammer Österreich nun mit dem prestigeträchtigen Exportpreis Anerkennung: Die hochkarätige besetzte Jury rund um WKO-Präsident Harald Mahrer und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck zeichnete AMES-Gründer Walter Starzacher und sein Team mit der begehrten Auszeichnung in Gold aus. „Der österreichische Exportpreis ist eine schöne Bestätigung für unser gesamtes Team und den eingeschlagenen Weg, der stets auf internationales Wachstum ausgerichtet war“, erklärt Starzacher.

AMES entwickelt und produziert hochinnovative Kabinenprodukte – wie etwa das hochtechnologische „Smart Glass“.  (Foto: AMES)

Flexibilität und Zertifizierungsvielfalt
Der globale Expansionskurs des 50-köpfigen Betrieb basiert dabei auf einer bis dato national einzigartigen Positionierung als „One-Stop-Shop“ am Nachrüstmarkt von Flugzeugkabinen. Heißt: „Wir können den gesamten Lebenszyklus von Innenraum-Komponenten wie Stauschränke, Trennwände & Co. für alle Luftfahrzeugtypen abdecken – von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur finalen Zulassung inklusive Instandhaltungsmanagement“, erklärt der Firmengründer.

Entscheidend: Das Luftfahrt-Repertoire setzt eine geballte Dichte an EASA-Zertifizierungen voraus, über die Starzachers Unternehmen schon seit vielen Jahren verfügt. Schon seit 2006 zertifiziert der Spezialist Änderungen an Flugzeugen im Namen der Europäischen Luftfahrtbehörde. 2009 wurde AMES neben Engineering- und Zertifizierungsleistungen auch für die Produktion von Bauteilen zugelassen.

Der gemeinsame Nenner unserer Exporterfolge ist Flexibilität und eben Zertifizierungsvielfalt.

Walter Starzacher, AMES
Kaum eine internationale Airline zählt nicht Starzachers Kunden. (Foto: CS)

In über 2000 weltweit abgewickelte Umbauten von kundenspezifischen Flugzeugkabinen hat AMES dieses Know-how mittlerweile bereits eingebracht. Wertschöpfung wird damit hierzulande erzielt: Denn Entwicklung und Produktion findet im steirischen Peggau (44 Mitarbeiter) statt. Der Hauptsitz der AMES-Holding wurde unlängst nach Millstatt, Kärnten, verlegt, von wo aus Starzacher die Unternehmensgruppe strategisch ausrichtet. „Der gemeinsame Nenner unserer Exporterfolge ist Flexibilität und eben Zertifizierungsvielfalt“, erklärt der Firmenchef.

Stauschränke, Sitze, Beleuchtungssysteme: In Flugzeugen kommen zahlreiche Bauteile vom Unternehmen des Oberkärntners Walter Starzacher zum Einsatz (Credit: AMES)

Von Neuseeland bis Sri Lanka
Zur internationalen Durchschlagskraft verhilft zudem eine strategische Niederlassung in Dublin. Von wo aus insbesondere Leasingfirmen, die rund 50 Prozent der Weltflotte besitzen, betreut werden. Der irische Markt selbst ist dabei mit 25 Prozent ein Marktanteilen ein wesentlicher für AMES, noch vor Südamerika (15 %) sowie Großbritannien und Russland (je 5%). Den höchsten Exportanteil weist das Luftfahrt-Unternehmen in Deutschland (30 %) auf. Insgesamt beläuft sich die Exportquote auf 93 Prozent.

Der Flugverkehr wird schon bald wieder auf dem Vorkrisenniveau angekommen sein.

Walter Starzacher, AMES

Selbst in Ländern wie Pakistan, Sri Lanka oder den Philippinen verbucht AMES Aufträge. Das soll auch in Zukunft so bleiben: Dafür forciert AMES seine globalen Marketing-Aktivitäten – neben Dublin und Auckland, Neuseeland – auch in Singapur, wo sich zunehmend mehr Leasingfirmen niederlassen. „Wir sind optimistisch für die Zukunft und gehen unseren Weg unbeirrt fort“, erklärt Starzacher, dem auch die aktuell speziell für die gesamte Luftfahrtbranche herausfordernde Situation kein Kopfzerbrechen bereitet: „Der Flugverkehr wird schon bald wieder auf dem Vorkrisenniveau angekommen sein.“ 

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