Wirtschaft aus der SteiermarkDonnerstag, 15. Oktober 2026
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Prestigeprojekt in Berlin für Saubermachers Wastebox

Rund 900 Wohnungen entstehen bei den Berliner Marienhöfen. Für die Entsorgung auf der Großbaustelle zeichnet Wastebox verantwortlich: Das Unternehmen der steirischen Saubermacher-Gruppe verbindet Container und Abholung mit einer digitalen Übersicht über Kosten und Verwertung. Wo 900 Wohnungen entstehen, muss auch einiges weg. Auf der Baustelle der Berliner Marienhöfe stehen in der Hochphase bis zu 88 […]

Rund 900 Wohnungen entstehen bei den Berliner Marienhöfen. Wastebox organisiert die Baustellenentsorgung und dokumentiert Mengen sowie Verwertungsquoten für jedes Gebäude getrennt. Visualisierung: © GOLDBECK GmbH

Rund 900 Wohnungen entstehen bei den Berliner Marienhöfen. Für die Entsorgung auf der Großbaustelle zeichnet Wastebox verantwortlich: Das Unternehmen der steirischen Saubermacher-Gruppe verbindet Container und Abholung mit einer digitalen Übersicht über Kosten und Verwertung.

Wo 900 Wohnungen entstehen, muss auch einiges weg. Auf der Baustelle der Berliner Marienhöfe stehen in der Hochphase bis zu 88 Mulden gleichzeitig bereit. An elf Sammelstellen werden Abfälle getrennt erfasst. Dahinter steckt eine organisatorische Aufgabe, die weit über das Aufstellen und Abholen von Containern hinausgeht: Welche Mengen fallen an? Was kostet ihre Entsorgung? Und wie viel davon wird verwertet?

Die Antworten liefert ein Unternehmen mit steirischem Hintergrund. Wastebox, Teil der Saubermacher-Gruppe, organisiert die Entsorgung bei den Marienhöfen und führt die dazugehörigen Daten zusammen. Seit Oktober 2025 wurden nach Unternehmensangaben rund 200 Entsorgungsvorgänge digital abgewickelt. Das Wohnbauvorhaben zählt mit rund 900 Wohnungen zu den größten Berlins – und ist damit ein prominentes Einsatzgebiet für das Geschäftsmodell der Saubermacher-Tochter.

Auf der Baustelle der Berliner Marienhöfe (v. l.): Manuel Borchard, ESG Manager Wastebox Deutschland; Erik Maul, Geschäftsführer Wastebox Deutschland; Torsten Lackert, Geschäftsführer Container-Transport-Service Torsten Lackert; Saubermacher-Gründer Hans Roth; Stephan Lißner, Leiter Projektmanagement Goldbeck; und Bernadette Triebl-Wurzenberger, Executive Vice President PS Plattformen und Systeme, part of Saubermacher. Foto: © Frank Sperling
Auf der Baustelle der Berliner Marienhöfe (v. l.): Manuel Borchard, ESG Manager Wastebox Deutschland; Erik Maul, Geschäftsführer Wastebox Deutschland; Torsten Lackert, Geschäftsführer Container-Transport-Service Torsten Lackert; Saubermacher-Gründer Hans Roth; Stephan Lißner, Leiter Projektmanagement Goldbeck; und Bernadette Triebl-Wurzenberger, Executive Vice President PS Plattformen und Systeme, part of Saubermacher. Foto: © Frank Sperling

Was die Baustelle verlässt, bleibt nachvollziehbar

Das Prinzip lässt sich einfach erklären: Über wastebox.biz werden Container bestellt, ihre Bereitstellung und Abholung organisiert und die Leistungen abgerechnet. Im selben System liegen die Belege darüber, wie viel Abfall abgeholt wurde, wohin er gelangt ist und welcher Anteil verwertet wurde. Eine täglich aktualisierte Übersicht zeigt Mengen, Kosten und Verwertung.

Bei den Marienhöfen werden diese Daten für jedes Gebäude gesondert erfasst. Die Projektverantwortlichen können dadurch einzelne Bauabschnitte vergleichen und bereits während der Arbeiten erkennen, wie sich die Entsorgung entwickelt. Auch die Unterlagen für Nachhaltigkeitsnachweise stehen laufend zur Verfügung.

Die praktische Arbeit vor Ort übernimmt ein Berliner Partner: Die Container-Transport-Service Torsten Lackert GmbH ist seit mehr als 30 Jahren in der Stadt tätig. Wastebox verbindet damit die digitale Organisation mit der Entsorgung durch einen lokalen Betrieb.

Weniger Verwaltungsaufwand, mehr Überblick

Für das Bauunternehmen Goldbeck ergänzt die digitale Entsorgung einen Ansatz, der schon beim Materialeinsatz beginnt. „Ressourceneffizienz beginnt für uns in unserem systematisierten Ansatz zu bauen: Schlanke, vorgefertigte Elemente ermöglichen einen effizienten Materialeinsatz“, sagt Stephan Lißner, Leiter Projektmanagement bei Goldbeck. „Bei den Marienhöfen unterstützt uns die digitale Abwicklung zusätzlich dabei, Mengen, Kosten und Verwertung jederzeit im Blick zu behalten und den administrativen Aufwand zu reduzieren.“

Für Saubermacher-Gründer Hans Roth ist die Dokumentation wiederum eine Voraussetzung dafür, Materialien gezielt weiterzuverwenden. „Kreislaufwirtschaft braucht belastbare Daten. Nur wenn Materialströme und Verwertungswege nachvollziehbar dokumentiert sind, können Ressourcen gezielt im Kreislauf geführt und Verwertungsleistungen nachgewiesen werden.“

Das Berliner Projekt macht damit auch sichtbar, womit Wastebox sein Geschäft betreibt: Das Unternehmen organisiert Baustellenentsorgung und liefert zugleich die Informationen, mit denen Bauverantwortliche diese steuern und belegen können. Bei einem Vorhaben mit rund 900 Wohnungen ist beides eine Aufgabe mit beträchtlicher Dimension.