Die technologische Kompetenz am M&H-Standort soll auf Basis der Anschubfinanzierung ausgebaut werden. (Foto: Luef)

Spektakulärer Millioneneinstieg in der Steiermark: 3D-Druck-Pionier M&H holt mit der internationalen Kilger-Gruppe einen neuen Co-Eigentümer als hochkarätigen Partner an Bord. Die Technologien am Standort werden durch das frische Kapital ausgeweitet. Ilz soll auf Basis der Anschubfinanzierung nachhaltig als 3D-Druckzentrum in der DACH-Region etabliert werden.

Der steirische 3D-Druckpionier M&H setzt zum Überholvorgang an: Die internationale Kilger-Gruppe beteiligt sich ab sofort mit 33 Prozent am oststeirischen Technologieunternehmen. Die Anteile lässt sich die Unternehmensgruppe rund um deren Gründer Hans Kilger einen einstelligen Millionenbetrag kosten. „Wir sind sehr stolz, dass wir mit Hans Kilger und seinem Team einen hochkarätigen Partner für unser Unternehmen gewinnen konnten. Unsere gemeinsame Zielsetzung ist es, den M&H-Standort in Ilz technologisch weiter aufzuwerten, massiv am deutschsprachigen Markt und langfristig im globalen Wettbewerb zu wachsen“, betont M&H-Geschäftsführer Patrick Herzig, der weiterhin auch als Gesellschafter maßgeblich am Unternehmen beteiligt bleibt. 

Wollen den M&H-Standort in Ilz zum mitteleuropäischen 3D-Druckzentrum ausbauen: Michael Lorenzer, CFO der Kilgergruppe und Neo-M&H-Prokurist, mit CEO Patrick Herzig (Foto: Luef)

Breite Kompetenzen in der Unternehmensgruppe

Kilger hat in Ilz große Pläne: „Die angestrebte Entwicklung von M&H wird auf Basis des bestehenden Technologie-Know-hows des hochkompetenten Teams rund um Geschäftsführer Patrick Herzig zielgerichtet ausgebaut. Konkret werden wir dazu in neue Technologien investieren, das Know-how am Standort verstärken und unsere nationalen wie internationale Vertriebsaktivitäten weiter verdichten. Wir wollen M&H nachhaltig und langfristig als innovativen 3D-Druckzulieferer in Mitteleuropa positionieren.“

Die 230-köpfige eigentümergeführte Kilger-Gruppe, die bereits seit 2015 in Österreich tätig ist, verbreitert damit insgesamt die unternehmerischen Kompetenzen. Neben zentralen Investitionen in die vor allem südsteirische Gastronomie und Landwirtschaft, insbesondere in Weingüter, engagiert sich die Gruppe in der Zucht von exotischem Wild und Rotwild sowie in der Fleischerverarbeitung.

Hat in Ilz viel vor: Hans Kilger ist neuer Partner von M&H. (Foto: Michael Otto)

Darüber hinaus hält Kilger auch Beteiligungen an der ParTec AG, einem weltweitführenden High-Performance-Computing-Unternehmen, einem Technologie-Start-ups für landwirtschaftliche Maschinen und einem F&E-orientierten Unternehmen aus dem Bereich der orthopädische Chirurgie. Auch im ursprünglichen Kerngeschäft, internationale Immobilienprojekte, ist der gebürtige Bayer nach wie vor aktiv.

Synergien in der Unternehmensgruppe

„Mit der Beteiligung an M&H erweitern wir unsere Unternehmensgruppe um eine weitere Zukunftstechnologie, von deren künftigem Wachstumspotenzial wir zu 100 Prozent überzeugt sind. Denn am 3D-Druck wird in den nächsten Jahren branchenübergreifend kein Weg vorbei führen“, betont Neo-M&H-Miteigentümer Kilger. „Innerhalb unseres Unternehmensverbundes gibt es logische Synergien, die wir gezielt forcieren wollen. Etwa kann der 3D-Druck in der orthopädischen Chirurgie massive Verbesserungen herbeiführen“, sagt Kilger.

Doch auch weniger augenscheinliche Querverbindungen zwischen den Unternehmen seiner Gruppe will er forcieren: „Wir wollen gesamte Wertschöpfungsketten beherrschen und steuern. Dabei agieren wir nachhaltig, regional – und vor allem mit großer Innovationskraft. Daher werden wir auch neue Wege und Produkte auf der Basis des 3D-Drucks genau evaluieren“, erklärt Kilger.

Mit hochkomplexen 3D-Druckkomponenten reüssiert M&H in der internationalen Luftfahrt, in der Medizintechnik und am Automotive-Sektor. (Foto: Luef)

Dazu wird Michael Lorenzer, CFO der Kilger-Unternehmensgruppe, als Prokurist  strategische Agenden bei M&H übernehmen: „Bei unseren Beteiligungen ist uns die Zusammenarbeit mit den bisherigen Eigentümern und Geschäftsführern besonders wichtig. Denn wir investieren einerseits in die vorhandenen Technologie und das bestehende Know-how, andererseits aber insbesondere in die handelnden Personen sowie die Visionskraft der Geschäftsführung. Das hat uns maßgeblich überzeugt“, so Lorenzer. 

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