Die Interaktion mit Kunden soll auf Basis eines KI-basierten Textverständnisses teilautomatisiert werden (Foto: Merkur)

Steirisches Bündnis für Innovation in der Versicherungsbranche: Das Merkur Innovation Lab und das auf künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Grazer Hightechunternehmen Leftshift One widmen sich in einem aktuell stattfindenden „Datathon“ kundenorientierten Zukunftslösungen. Dabei sollen auf Basis der neuen Technologien Interaktionen zwischen Versicherung und Kunden teilautomatisiert werden.

Während viele Branchen im Zeitalter der Digitalisierung noch ihren Platz suchen, arbeitet die Merkur Versicherung mit ihrem 2020 gegründeten Innovation Lab bereits an den Kundenbedürfnissen von morgen. Gemeinsam mit dem Grazer KI-Pionier Leftshift One entwickeln die konzerneigenen Data-Science-Spezialisten nun KI-Lösungen, die es ermöglichen, Kundenanfragen künftig automatisiert und individuell zu beantworten. Ziel ist es, alle Möglichkeiten im Bereich des „Machine Learning“ zu nutzen, um das Kundenerlebnis noch positiver zu gestalten.

Gemeinsam mit der Ideenkraft von Leftshift One wollen wir Lösungen finden, um Prozesse zu automatisieren und damit das Kundenerlebnis zu optimieren.

Daniela Pak-Graf, Merkur Innovation Lab

KI als zentrales Tool

Ein mehrtägiger Datathon am Merkur Campus verbindet das Know-how beider Unternehmen und stellt dabei die Weichen für die Zukunft. „Innovation entsteht im Dialog und im fortlaufenden Austausch, wo Ideen nicht nur gesammelt, sondern vor allem kreiert werden. Wir machen das mit dem Blick auf die sich dynamisch verändernden Kundenbedürfnisse. Gemeinsam mit der Ideenkraft von Leftshift One wollen wir Lösungen finden, um Prozesse zu automatisieren und damit das Kundenerlebnis zu optimieren. Künstliche Intelligenz ist ein Tool, das uns dabei helfen kann“, erläutert Daniela Pak-Graf, Geschäftsführerin des Merkur Innovation Lab.

KI-Quartett: Harald Neubauer und Daniela Pak-Graf, Geschäftsführung Merkur Innovation Lab, mit Leftshift One-Vice President Stefan Schmidhofer und CEO Patrick Ratheiser (Foto: Merkur)

Leftshift One: „Den Kunden verstehen“ 

Konkret hat das Grazer Hightechunternehmen – auf Basis von historischen Daten und dem hauseigenen KI-Betriebssystem – innerhalb kürzester Zeit ein auf die Branche zugeschnittenes KI-basiertes Textverständnis entwickelt. Durch den „Datathon“ sollen neue Anwendungsbereiche dafür evaluiert werden: „Unsere Technologie ist das Fundament, um etwa Anfragen von Kunden – unabhängig vom exakten Wortlaut – den richtigen Themen aus dem Bereich der Gesundheitsversicherung zuzuordnen. Fragestellungen zu Leistungsabrechnungen oder Anfragen zum Leistungsportfolio der Versicherung können so rasch und effizient beantwortet werden. Unser System versteht den Kunden und liefert passgenaue Antworten – rund um die Uhr“, vereinfacht Leftshift One-CEO Patrick Ratheiser.

Ob die Anfrage dabei über ein Mailsystem oder eine Plattform eingeht, ist zweitrangig: „Unsere künstliche Intelligenz analysiert datenschutzkonform Anfragen und bereitet mögliche Maßnahmen vor – oder führt sie in einfachen Fällen automatisiert durch“, erklärt Stefan Schmidhofer, Vice President von Leftshift One. Heißt: Die von Kunden gewünschten Anfragen zu Verträgen oder einfache Stammdatenänderungen könne das System verstehen und in den meisten Fällen beantworten, für komplexe Sachverhalte würde nach wie vor die Bestätigung von Servicemitarbeitern benötigt, sagt Schmidhofer.

“Wir haben dieses Format in den vergangenen Monaten in der Stahlbranche, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Logistik angewendet – und branchenübergreifend stets revolutionäre Ansätze identifiziert”

Stefan Schmidhofer, Leftshift One

Neue Erkenntnisse

Durch den „Datathon“ erhoffen sich das Merkur Innovation Lab und Leftshift One aber auch bis dato nicht erkannte Potenziale und Prozesse, die mit Hilfe von KI neu gedacht werden können: „Wir haben dieses Format in den vergangenen Monaten in der Stahlbranche, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Logistik angewendet – und branchenübergreifend stets revolutionäre Ansätze identifiziert. Das macht den „Datathon“ derart spannend – und zur Win-Win-Situation für beide Unternehmen“, erklärt Schmidhofer. Die Ergebnisse aus dem Event bereits innerhalb „weniger Wochen“ Eingang in die Unternehmenspraxis finden, heißt es vom Unternehmen auf Nachfrage.

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