Viel Freude bei den Vorbereitungen: Das EuroSkills-Team rund um Thomas Burger (l.), Katharina Schellnegger und Christoph Grillitsch (r.) wird von Präsident Josef Herk unterstützt. (Foto: Geopho)

Der heutige von der UN initiierte Welttag der Jungfachkräfte ist Vorbote der im September erstmals in Österreich stattfindenden Berufseuropameisterschaften. An der steirischen Bühne für europäische Spitzenleistungen wird mit Hochdruck gearbeitet: Hochregallager auf mehreren Tausend Quadratmetern werden dazu ab sofort mit Produkten und Komponenten von Sponsoren und Partnern befüllt. Ab Mitte September werden diese ins Schwarzl-Freizeitzentrum (SFZ) befördert, wo aktuell Strom- und Wasserleitungen verlegt werden. 

Graz, 15. Juli 2021: Der heutige von der UN initiierte Welttag der Jungfachkräfte, der sogenannte „World Youth Skills Day“, soll die Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit der beruflichen Aus- und Weiterbildung lenken. „Wir stehen in den kommenden Jahren vor gewaltigen Herausforderungen, die wir ohne ‚Young Professionals‘ nicht lösen werden können. Dementsprechend müssen wir den Stellenwert der beruflichen Ausbildung nachhaltig anheben“, gibt Josef Herk. EuroSkills-Aufsichtsratsvorsitzender und WKO Steiermark-Präsident, die Marschroute vor.

Wir wollen den Teilnehmern und nationalen wie internationalen Gästen ein unvergessliches Event ermöglichen

Josef Herk, EuroSkills 2021

Mehr als nur eine rot-weiß-rote Speerspitze dieses Vorhabens sind die ab 22. September stattfindenden Berufseuropameisterschaften EuroSkills: Rund 400 internationale Talente werden am Gelände des Schwarzl-Freizeitzentrums für einen Schaulauf der beruflichen Spitzenleistungen sorgen. „Wir wollen den Teilnehmern und nationalen wie internationalen Gästen ein unvergessliches Event ermöglichen – und damit auch einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung der beruflichen Ausbildung beisteuern. Dafür tun wir alles, um eine bestmögliche Organisation des internationalen Großereignisses sicherzustellen“, sagt Herk.

Packen für die Berufseuropameisterschaft an: Thomas Burger, Josef Herk, Christoph Grillitsch und Katharina Schellnegger (v. l.) (Foto: Geopho)

Komplexe Logistik
Die angesprochene Organisation nimmt naturgemäß bereits volle Fahrt auf: Konkret werden aktuell die drei steirischen Außenlager – in Messendorf, in der Waagner-Biro-Straße und in der Puntigamer Straße – sukzessive mit Produkten und Komponenten von Sponsoren und Partnern befüllt. Vor allem Kleinmaterial – wie etwa Messtechnik, Elektronik-Equipment oder Verrohrungen – finden auf den insgesamt 4.000 Quadratmetern Lagerfläche Platz. Rund 15.000 Einzelpositionen werden in teils 100- bzw. 1000-facher Ausführung einsortiert. Insgesamt werden schließlich weit über 100.000 Produkte in den Lagern Platz finden.

Die aus den 48 Berufen entstehende hohe Masse an unterschiedlichen Anforderungen machen die Logistik daher besonders herausfordernd.

Gerald Prabitz, EuroSkills 2021

„Aus Wettbewerbssicht ist  ganz entscheidend, dass alle Professionisten die gleichen Voraussetzungen vorfinden. In diesem Zusammenhang ist besonders komplex, dass jeder Wettbewerb bzw. Skill nicht nur unterschiedliches Equipment, sondern auch eine unterschiedliche Basisinfrastruktur benötigt. Die aus den 48 Berufen entstehende hohe Masse an unterschiedlichen Anforderungen machen die Logistik daher besonders herausfordernd“, erklärt Gerald Prabitz, Verantwortlicher für den sogenannten „Operation“-Bereich.

Zwischen digitaler und analoger Abwicklung: Cheflogistiker Thomas Burger mit EuroSkills-Aufsichtsratvorsitzender Josef Herk (v. l., Foto: Geopho)

Bedenken seien allerdings ungerechtfertigt: „Die detaillierte Planung und der hohe Zusammenhalt des Teams, aller Partner und Sponsoren ermöglichen eine echte logistische Meisterleistung. Das Team liegt voll auf Kurs und freut sich auf die Wettbewerbe“, so die beiden Geschäftsführer Angelika Ledineg und Harald del Negro.


„Wettlauf mit der Zeit“ 
Parallel zur Befüllung der Lager werden am Schwarzl-Freizeitzentrum aktuell die Weichen für die Basisinfrastruktur gestellt. Heißt: Der zentimetergenaue Platz der insgesamt zwölf aufzubauenden Wettbewerbszelte, der Stromaggregate, Transformatoren, Abwasser-, Netzwerk- und IT- Leitungen wird mittels Begehungen ermittelt. „Da die Zelte auch beispielsweise 100 km/h starken Windböen standhalten müssen, werden sie mit Erdnägeln fixiert. Wir müssen natürlich sichergehen, hier keine bestehenden Leitungen zu kappen“, geht Logistikzuständiger Thomas Burger ins Detail. Erst wenn die Basisinfrastruktur finalisiert ist, werden die über 100.000 Werkzeuge und Produkte aus den Lagern zum Schwarzl-Freizeitzentrum befördert.

„Das wird Mitte September der Fall sein. Ab diesem Zeitpunkt beginnt durchaus ein Wettlauf mit der Zeit“, sagt Burger mit einem Augenzwinkern. Nachsatz: „Allerdings ein perfekt getimter.“ Nur als Anhaltspunkt: Mit 25 Hubwägen, zehn E-Ameisen, 15 Stapler und zwei Golf-Carts werden die handlichen Komponenten aus den Lagern zu ihrem endgültigen Platz befördert.

35.000 Portionen Essen, 10.000 Flaschen und weitere 13.000 Liter Wasser in Form von Gallonen sowie über 6.000 Liter Wein sind aktuell in Vorbereitung.

Katharina Schellnegger, EuroSkills 2021

Rund 25 Mitarbeiter sind dann direkt vor Ort mit dem Aufbau beschäftigt. Herausfordernd: Neben den Halleninhalten erfolgt ab Mitte September auch die direkte Anlieferung von für die Bewerbe notwendigen Großmaschinen wie tonnenschwere CNC-Anlagen, Radlader oder Bagger. Besonders schwergewichtige Anlagen und Maschinen werden in der Daviscup-Halle untergebracht, „da wir auf die maximale Traglast der Zelte Rücksicht nehmen müssen“, erklärt Burger. Insgesamt sorgen 300 Sattelschlepper für die Anlieferung der EuroSkills-Infrastruktur.

Vorbereitungen für das leibliche Wohl laufen an
Angelaufen sind indes aktuell auch die Vorbereitungen, um für das leibliche Wohl während der Großveranstaltung zu sorgen: „35.000 Portionen Essen, 10.000 Flaschen und weitere 13.000 Liter Wasser in Form von Gallonen sowie über 6.000 Liter Wein sind aktuell in Vorbereitung“, erklärt Food & Beverage-Verantwortliche Katharina Schellnegger. Das logistische Treiben wird spätestens am 20. September abgeschlossen, wenn die sogenannten Chefexperten die Endabnahme jedes einzelnen Berufs vornehmen.

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